Dateisysteme reparieren mit fsck
fsck (filesystem check) ist ein Standard-Dienstprogramm unter Linux zum Prüfen und Reparieren von Inkonsistenzen in einem Dateisystem — notwendig nach unsicherem Herunterfahren, einem Hard-Reboot über das PowerPanel oder bei vermuteten Festplattenfehlern.
Kritisch: Führen Sie fsck niemals auf einem gemounteten Dateisystem aus — das kann zu schwerwiegenden Datenbeschädigungen und Datenverlust führen. Dieser Vorgang muss zwingend über den Rescue-Modus durchgeführt werden, in dem die Laufwerke standardmäßig nicht gemountet sind.
Schritt 1: Linux Rescue-Modus starten
Booten Sie Ihren Server zunächst in das Linux Rescue System — nur dort können die Laufwerke sicher geprüft werden, da sie standardmäßig nicht gemountet sind.
Schritt 2: Partition identifizieren
Nutzen Sie lsblk -f, um alle Partitionen Ihres Servers mit ihrem Dateisystemtyp (Spalte FSTYPE) aufzulisten und den Gerätenamen der zu prüfenden Partition zu ermitteln:
Notieren Sie den Namen der Zielpartition — z. B. /dev/sda3 oder bei Software-RAID /dev/md2.
Schritt 3: Dateisystemprüfung ausführen
Führen Sie fsck auf Ihrer Zielpartition aus. Das Flag -y beantwortet alle Reparaturabfragen automatisch mit „Ja“ — ersetzen Sie /dev/sda3 durch Ihre tatsächliche Partition. Bei XFS (Standard unter AlmaLinux und Rocky Linux) verwenden Sie stattdessen xfs_repair /dev/sda3:
Die Dateisystemprüfung kann bei großen Laufwerken mehrere Minuten dauern. Unterbrechen Sie den Vorgang nicht — ein Abbruch während der Reparatur kann weitere Schäden verursachen.
Schritt 4: Neustart
Sobald fsck abgeschlossen ist und das Dateisystem als sauber meldet, verlassen Sie die SSH-Sitzung:
Gehen Sie anschließend in Ihr PowerPanel und beenden Sie den Rescue-Modus, damit der Server normal neu startet. → Rescue-Modus beenden
Weiterführende Dokumentation
Weitere Informationen zu fsck-Optionen und Dateisystemtypen finden Sie in der offiziellen Linux-Dokumentation.