Eine chroot (change root) Umgebung ermöglicht es Ihnen, das Stammverzeichnis der aktuellen Sitzung temporär zu wechseln — so können Sie Ihr Haupt-Betriebssystem aus dem Rescue-System heraus betreten und Befehle ausführen, als wäre es normal gebootet.
Voraussetzung: Ihr Server muss im Linux Rescue-Modus laufen und Sie müssen per SSH verbunden sein. → Rescue-Modus starten
Ermitteln Sie mit lsblk Ihre Root- und Boot-Partition, dann mounten Sie sie:
Falls keine separate Boot-Partition existiert, kann die zweite Zeile entfallen. Passen Sie die Gerätenamen an Ihre lsblk-Ausgabe an.
Führen Sie zuerst die RAID-Arrays zusammen, dann mounten Sie Root- und Boot-Partition:
/dev/md2 und /dev/md1 sind Beispielwerte — nutzen Sie lsblk, um Ihre tatsächlichen RAID-Geräte zu identifizieren.
Binden Sie die wesentlichen Systemverzeichnisse per Bind Mount ein:
Führen Sie den chroot-Befehl aus, um in das Dateisystem Ihres Servers zu wechseln:
Ihre Eingabeaufforderung ändert sich — ab diesem Punkt wirken sich alle Befehle (wie passwd, grub-install oder update-grub) direkt auf das tatsächliche Betriebssystem Ihres Servers aus.
Geben Sie exit ein, um die chroot-Umgebung zu verlassen und zur Rescue-Eingabeaufforderung zurückzukehren:
Melden Sie sich anschließend von der SSH-Sitzung ab und beenden Sie den Rescue-Modus über das PowerPanel. → Rescue-Modus beenden
Weitere Informationen zur chroot-Umgebung finden Sie in der offiziellen Linux-Dokumentation.