PTR, SMTP HELO & SPF konfigurieren

Diese drei Einstellungen sind entscheidend dafür, dass E-Mails von Ihrem Server zuverlässig zugestellt werden und nicht im Spam-Ordner des Empfängers landen.

Warum sind diese Einstellungen so wichtig?

Moderne E-Mail-Provider wie Gmail, Outlook oder Yahoo prüfen eingehende E-Mails automatisch auf mehrere Sicherheitsmerkmale. Fehlen diese oder stimmen sie nicht überein, werden E-Mails direkt als Spam markiert oder komplett abgelehnt — unabhängig vom Inhalt.

PTR (Reverse DNS)
Ordnet Ihrer IP-Adresse einen Hostnamen zu — der erste Check vieler Mailserver.
SMTP HELO
Der Name, mit dem sich Ihr Mailserver beim Empfänger vorstellt. Muss mit dem PTR übereinstimmen.
SPF
Legt fest, welche Server E-Mails im Namen Ihrer Domain versenden dürfen.

PTR-Eintrag & SMTP HELO konfigurieren

Die goldene Regel: Der PTR-Eintrag Ihrer IP und das SMTP HELO-Banner Ihres Mailservers müssen identisch sein — und beide müssen auf einen eigenen, nicht-generischen Hostnamen zeigen.

Ein nicht-generischer Hostname ist ein vollständig qualifizierter Domainname (FQDN), den Sie selbst kontrollieren — zum Beispiel mail.ihredomain.de. Generische Hostnamen eines Hosting-Anbieters werden von vielen Mailservern als Spam-Indikator gewertet. Folgende Hostnamen sollten daher nicht verwendet werden:

Nicht verwenden (generisch)Stattdessen verwenden (eigener FQDN)
*.startdedicated.commail.ihredomain.de
*.server4you.comsmtp.ihredomain.de
*.serverloft.comserver.ihredomain.de
*.dedicatedpanel.com

PTR-Eintrag im PowerPanel setzen

Navigieren Sie im PowerPanel zu Netzwerk → Nameserver → Reverse DNS und setzen Sie den Reverse-Eintrag Ihrer IP auf Ihren gewählten Hostnamen.

Voraussetzung: Bevor Sie den PTR-Eintrag setzen, muss bereits ein A-Eintrag für den Hostnamen existieren, der auf dieselbe IP zeigt. Planen Sie bis zu 24 Stunden für die DNS-Propagation ein.

SMTP HELO konfigurieren

Das HELO-Banner wird auf dem Server selbst gesetzt und muss mit dem PTR-Eintrag übereinstimmen:

Mit Plesk
Navigieren Sie zu Tools & Einstellungen → Server-Einstellungen und tragen Sie Ihren FQDN im Feld Vollständiger Hostname ein.
Ohne Plesk (Postfix)
Bearbeiten Sie den Wert myhostname in der Postfix-Konfigurationsdatei:
Postfix Konfiguration bearbeiten
nano /etc/postfix/main.cf
Setzen Sie den Wert auf Ihren FQDN, z. B.:
myhostname setzen
myhostname = mail.ihredomain.de
Starten Sie Postfix anschließend neu:
Postfix neu starten
systemctl restart postfix

SPF-Eintrag konfigurieren

SPF (Sender Policy Framework) ist ein DNS-Eintrag vom Typ TXT, der festlegt, welche Server berechtigt sind, E-Mails im Namen Ihrer Domain zu versenden. Empfangende Mailserver prüfen diesen Eintrag und lehnen E-Mails ab, die von nicht autorisierten Servern kommen.

Schritt 1: SPF-Eintrag erstellen

Ein SPF-Eintrag ist ein TXT-Wert in Ihrem DNS. Hier sind die häufigsten Konfigurationen:

EintragBedeutung
v=spf1 mx -allNur der im MX-Eintrag definierte Mailserver darf senden
v=spf1 a mx -allA-Eintrag und MX-Server dürfen senden
v=spf1 ip4:1.2.3.4 -allNur eine bestimmte IP-Adresse darf senden
v=spf1 mx ~allMX darf senden, andere werden als Softfail markiert (weniger streng)

Für komplexere Setups (mehrere Anbieter, externe Dienste) können Sie auch den SPF Wizard verwenden, um einen passenden Eintrag zu generieren.

Schritt 2: SPF-Eintrag im PowerPanel hinzufügen

Navigieren Sie im PowerPanel zu Netzwerk → Nameserver → Details Ihrer Domain und fügen Sie einen neuen TXT-Eintrag hinzu:

FeldWert
SubdomainLeer lassen (für die Hauptdomain)
TypTXT
Ziel (Target)v=spf1 mx -all

Schritt 3: SPF-Eintrag verifizieren

Nach der DNS-Propagation (bis zu 24 Stunden) können Sie den Eintrag mit folgendem Befehl prüfen:

SPF-Eintrag verifizieren
dig txt +short ihre-domain.de

Die Ausgabe sollte Ihren SPF-Eintrag anzeigen, z. B. "v=spf1 mx -all".

DKIM & DMARC — der nächste Schritt

PTR, HELO und SPF sind die Grundlage — aber für maximale Zustellbarkeit und Schutz vor E-Mail-Spoofing sollten Sie zusätzlich DKIM und DMARC konfigurieren. Viele E-Mail-Provider bewerten diese mittlerweile als Standard.

DKIM (DomainKeys Identified Mail)
Versieht ausgehende E-Mails mit einer digitalen Signatur, die beweist, dass sie wirklich von Ihrer Domain stammen und unterwegs nicht verändert wurden.
DKIM-Eintrag generieren →
DMARC (Domain-based Message Authentication)
Legt fest, was mit E-Mails passiert, die SPF oder DKIM nicht bestehen — z. B. ablehnen oder in Quarantäne verschieben. Schützt Ihre Domain vor Missbrauch.
DMARC einrichten →

Google und Yahoo verlangen seit 2024 für Massenversender zwingend DKIM und DMARC. Auch für normale Geschäftsdomains sind beide Einträge heute empfohlen.

Alles zusammen prüfen

Nachdem Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, empfehlen wir einen vollständigen E-Mail-Test mit einem spezialisierten Dienst. Diese prüfen PTR, HELO, SPF, DKIM, DMARC und weitere Faktoren auf einen Blick:

mail-tester.com
Senden Sie eine Test-E-Mail und erhalten Sie eine detaillierte Bewertung Ihrer Konfiguration.
mail-tester.com →
MXToolbox
Prüft Blacklists, DNS-Einträge, SMTP-Verbindung und mehr für Ihre Domain.
mxtoolbox.com →

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Für serverinfrastrukturelle Probleme steht Ihnen unser Support-Team im PowerPanel zur Verfügung.