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Vaultwarden mit Docker installieren

Diese Anleitung zeigt, wie Sie Vaultwarden, einen ressourcenschonenden Open-Source-Server für den Passwort-Manager Bitwarden, mit Docker Compose auf Ihrem Linux-Server betreiben. Sie umfasst automatische Backups, HTTPS über einen Reverse Proxy und die Anbindung der offiziellen Bitwarden-Apps.

Voraussetzungen:
✓ Ein Server mit einer aktuellen Linux-Distribution (z. B. Ubuntu 24.04 oder Debian 13) — Vaultwarden ist sehr ressourcenschonend
✓ Docker und Docker Compose sind auf dem Server installiert
✓ Ein Domainname, der auf die IP-Adresse Ihres Servers zeigt — für ein sicheres HTTPS-Setup erforderlich

Schritt 1: Docker Compose-Datei erstellen

Melden Sie sich per SSH auf Ihrem Server an, erstellen Sie ein Verzeichnis für Vaultwarden und öffnen Sie die Compose-Datei:

Verzeichnis und Datei erstellen
mkdir vaultwarden && cd vaultwarden && nano docker-compose.yml

Fügen Sie folgenden Inhalt in die Datei ein. Diese Konfiguration enthält Vaultwarden selbst sowie ein automatisches, wöchentliches und passwortgeschütztes Backup Ihrer Tresor-Daten. Ersetzen Sie vault.ihredomain.de durch Ihre Domain und IHR_BACKUP_PASSWORT durch ein sicheres Passwort:

docker-compose.yml
services: vaultwarden: image: vaultwarden/server:latest restart: always environment: - DOMAIN=https://vault.ihredomain.de volumes: - ./vw-data:/data ports: - 127.0.0.1:8080:80 backup: image: ttionya/vaultwarden-backup:latest restart: always volumes: - ./vw-data:/bitwarden/data - ./rclone-config:/config environment: - CRON=0 0 * * 0 - ZIP_ENABLE=TRUE - ZIP_PASSWORD=IHR_BACKUP_PASSWORT - BACKUP_KEEP_DAYS=28

Die Bindung an 127.0.0.1:8080 stellt sicher, dass Vaultwarden nur lokal erreichbar ist. Der externe Zugriff erfolgt über den Reverse Proxy in Schritt 3.

Schritt 2: Container starten

Der Backup-Container überträgt die Sicherungen per rclone. Legen Sie mit dem ersten Befehl zunächst ein rclone-Ziel mit dem Namen BitwardenBackup an (z. B. SFTP- oder S3-Speicher außerhalb des Servers) und starten Sie anschließend beide Container:

Backup konfigurieren und starten
docker compose run --rm backup rclone config docker compose up -d

Docker lädt die benötigten Images herunter und startet beide Container im Hintergrund.

Schritt 3: Reverse Proxy für HTTPS einrichten (erforderlich)

Ein Passwort-Manager darf ausschließlich über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung genutzt werden. Der Container ist lokal auf Port 8080 erreichbar — dieser Port sollte niemals direkt dem Internet ausgesetzt werden.

Sie müssen einen Reverse Proxy einrichten, der Anfragen von Ihrer öffentlichen Domain (z. B. https://vault.ihredomain.de) an den lokalen Vaultwarden-Container (http://localhost:8080) weiterleitet und das SSL-Zertifikat für HTTPS verwaltet. Gängige Optionen sind Nginx Proxy Manager, Traefik oder Caddy.

Schritt 4: Konto erstellen

Sobald Ihr Reverse Proxy eingerichtet ist und HTTPS funktioniert, können Sie Ihr Hauptkonto anlegen. Ergänzen Sie danach im Abschnitt environment die Zeile SIGNUPS_ALLOWED=false und starten Sie mit docker compose up -d neu, damit sich niemand sonst registrieren kann:

1.Öffnen Sie Ihren Browser und navigieren Sie zu Ihrer sicheren Domain (z. B. https://vault.ihredomain.de)
2.Klicken Sie auf Konto erstellen
3.Füllen Sie die Felder aus und vergeben Sie ein starkes Master-Passwort — das einzige Passwort, das Sie sich merken müssen

Schritt 5: Bitwarden-Clients verbinden

Alle offiziellen Bitwarden-Browser-Erweiterungen und mobilen Apps sind vollständig kompatibel mit Ihrer selbst gehosteten Vaultwarden-Instanz:

1.Laden Sie den offiziellen Bitwarden-Client für Ihren Browser oder Ihr Gerät herunter
2.Öffnen Sie auf dem Anmeldebildschirm die Serverauswahl und wählen Sie Selbst gehostet (Self-hosted)
3.Geben Sie im Feld Server-URL die vollständige URL Ihrer Instanz ein (z. B. https://vault.ihredomain.de)
4.Speichern Sie die Einstellungen und melden Sie sich mit dem in Schritt 4 erstellten Konto an

Weiterführende Dokumentation

Für erweiterte Konfigurationsoptionen, Umgebungsvariablen und die Einrichtung des Admin-Panels empfehlen wir die offizielle Vaultwarden-Dokumentation.