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Allgemeine Linux-Dateispeicherorte

Das Verständnis des Linux-Dateisystems (Filesystem Hierarchy Standard) ist die Grundlage für eine effiziente Server-Verwaltung. Hier finden Sie alle wichtigen Verzeichnisse im Überblick.

Schnellübersicht: Die wichtigsten Pfade

VerzeichnisKurzbeschreibung
/binEssenzielle Befehle für alle Benutzer (ls, cp, rm).
/etcSystemweite Konfigurationsdateien.
/homePersönliche Daten der regulären Benutzer.
/rootHome-Verzeichnis des Administrators (Superuser).
/var/logZentrale Log-Dateien zur Fehleranalyse.

/etc – Das Herz der Konfiguration

Fast alle systemweiten Einstellungen befinden sich hier. Wenn Sie Dienste wie Apache, Nginx oder SSH konfigurieren, sind dies die Dateien, die Sie bearbeiten.



Wichtig: Ändern Sie hier Dateien nur mit Root-Rechten (sudo) und legen Sie vorab immer ein Backup der Originaldatei an.

/var – Variable Daten & Logs

Steht für "variable Dateien". Dieser Pfad enthält Daten, die während des Betriebs ständig wachsen.

/var/log
Enthält alle Protokolle. Entscheidend für die Fehlersuche.
/var/www
Standardverzeichnis für Webseiten-Daten (HTML/PHP).

/usr – Programme & Bibliotheken

Dies ist oft das größte Verzeichnis. Es enthält Programme, die nicht unmittelbar für den Systemstart notwendig sind, aber im täglichen Betrieb genutzt werden.

  • /usr/bin: Die meisten installierten Benutzerprogramme.
  • /usr/local: Selbst kompilierte Software des Administrators.

Virtuelle & Temporäre Verzeichnisse

/proc & /dev

/proc: Ein virtuelles System, das Echtzeit-Infos über CPU, RAM und Prozesse liefert.
/dev: Repräsentiert Hardware (Festplatten, USB) als Dateien.

/tmp & /mnt

/tmp: Temporäre Dateien, die oft beim Reboot gelöscht werden.
/mnt: Temporärer Mount-Punkt für externe Laufwerke.

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